5.000 Gewerkschafter haben am Mittwoch in Dresden vor dem Sächsischen Landtag gegen die Kürzungen im Doppelhaushalt des Freistaates Sachsen protestiert. Dresden. Heißer Protest bei kühlem Wetter: Knapp 5000 Menschen haben am Mittwoch in Dresden vor dem sächsischen Landtag gegen Sozialabbau protestiert. Zu der Kundgebung hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) aufgerufen. Unter die Demonstranten hatten sich auch etwa 2000 Polizisten mit Trillerpfeifen und Sirenen gemischt. Der Sparkurs sieht auch einen Personalabbau bei der Polizei vor. Bis 2019 soll jede vierte Stelle wegfallen.
Am 29.09.2010 fand nach der Anhörung im ICC eine kleine Demonstration (klein der Strecke wegen) von dort zum Vorplatz des Landtages statt. Gemeinsam haben hier mehrere Tausend Fachgewerkschaften des DGB und des dbb lautstark gegen die massiven Kürzungen demonstriert. Und an alle bleibt gesagt; Am 03.11.2010 geht es weiter. Wir können stolz sein, das die Polizei sicher den größten geschlossenen Personenkreis bei dieser Demo gestellt hat. Leute es geht, wenn alle wollen. Also wünschen wir uns für den nächsten Termin noch mehr Einigkeit und gemeinsames Auftreten.
PRESSEMITTEILUNG 28.09.2010 61/2010 DPolG: Fußballvereine endlich an Polizeikosten beteiligen Höchste personelle Belastung der Polizei erreicht Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat ihre Forderung bekräftigt, Veranstalter kommerzieller Großveranstaltungen über eine pauschale Gebühr an den Kosten für Polizeieinsätze zu beteiligen. „Großverdiener wie Fußballverbände und Veranstalter von Autorennen und Rockkonzerten, die Millionen scheffeln, laden einen wesentlichen Teil ihrer Betriebskosten, nämlich die für die Sicherheit, seit Jahrzehnten beim Steuerzahler ab. Damit muss endlich Schluss sein. Wir begrüßen deshalb ausdrücklich, dass der Hamburger Senat nun endlich eine Kostenpflicht auf den Weg bringt und dass der Innenminister Nordrhein-Westfalens sich ebenfalls offen zeigt, die Vereine an den Sicher-heitskosten zu beteiligen. Manchmal setzen Sparzwänge durchaus Kräfte der Vernunft frei“, erklärte der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt in Berlin. Anlässlich der 787 (Vorjahr 751) erfassten Fußballspiele wurden durch die Polizeibehör-den der Länder zur unmittelbaren Einsatzbewältigung 2009 1.099.940 Arbeitsstunden (Vorjahr 1.053.455) geleistet (+ 46.485 bzw. + 4,4 %). Für den Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei waren es 426.001 (Vorjahr 337.709) anlassbezogene Arbeitsstunden (+ 88.292 bzw. + 26,1 %). Wendt: „Damit sind statistisch gesehen, über 1.100 Polizeibeamte bundesweit das ganze Jahr nur mit Fußballspielen befasst. Das ist der höchste Wert der letzten zwölf Jahre.“ Ob es zu bundesweiten Regelungen kommt, hängt von den Beratungen in der Innenministerkonferenz ab, die dieses Thema im Herbst auf die Tagesordnung bekommen. Rainer Wendt: „Demonstrationen oder Kirchenumzüge bleiben auch künftig gebührenfrei, weil hiermit Grundrechte aus unserer Verfassung wahrgenommen werden, aber es gibt kein Grundrecht auf Fußball. Gebühren für Polizeieinsätze sind außerdem nichts Ungewöhnliches, sondern in etlichen Ländern seit Jahrzehnten an der Tagesordnung. Sie treffen aber nur die kleinen Leute. Milliardenschwere Fußballverbände kommen immer wieder ungeschoren davon, obwohl sie Polizeikosten von mehreren Hundert Millionen Euro im Jahr verursachen.“ Herausgeber: DPolG-Bundesleitung Friedrichstraße 169/170 10117 Berlin Telefon (030) 47 37 81 23 Telefax (030) 47 37 81 25 dpolg@dbb.de www.dpolg.de V.i.S.d.P.: Rainer Wendt
Sächsische Polizei Ministerium dementiert konkrete Schließungspläne Das sächsische Innenministerium hat Berichte über die geplante Schließung von Polizeidirektionen und Revieren als Spekulation zurückgewiesen. Ein Sprecher sagte MDR 1 RADIO SACHSEN, es lägen noch keine konkreten Pläne vor. Eine Expertengruppe, bestehend aus Sachsens Polizeipräsident Bernd Merbitz und vier externen Beratern, arbeite derzeit noch Vorschläge aus, wie der beschlossene Stellenabbau bei der Polizei umgesetzt werden könnte. Die Ergebnisse würden Anfang Oktober vorliegen.
Dresden Die sächsische Polizei kommt nicht zur Ruhe. Neben der Debatte um einen Abbau von mehr als 2400 Stellen stehen jetzt auch die Direktionen und Reviere zur Disposition. Der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) wird wegen des Polizeiabbaus kritisiert. Archivfoto: ddp Am Wochenende stellte sich der neu gewählte Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Hagen Husgen aus Weißwasser, »gegen einen Kahlschlag an der Sicherheit im Freistaat Sachsen». Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) hat dagegen den geplanten Personalabbau bei der Polizei vor Gewerkschaftern verteidigt. »Das ist kein übertriebener Sparwahn«, sagte er vor den rund 70 Vertretern des 6. Landesdelegiertentages der Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Samstag in Dresden. Sachsen habe relativ gesehen mehr Polizisten als die westlichen Flächenländer. So komme im Freistaat ein Beamter auf 359 Einwohner – in Westen seien es hingegen 433.
Die Fußball-Auswahl unserer Polizeidirektion holte bei einem Turnier in Polen einen guten vierten Platz. Erfolgreiches Turnier der PD-Auswahl Fußball in Polen Am 10.09.2010 war es nach einigen Turbulenzen in der Vorbereitung so weit: Der erste offizielle Auftritt der neuen PD-Auswahl Fußball beim Turnier anlässlich des 20. Jahrestages der polnischen Polizeigewerkschaft stand an. Vorweg ist anzumerken, dass die Veranstaltung durch unsere polnischen Gastgeber hervorragend organisiert wurde. Das betraf sowohl den offiziellen Empfang für unsere Delegation als auch die gesamte Turniervorbereitung und –durchführung.
PRESSEERKLÄRUNG Dresden, den 27.09.2010 Warum wird das Gutachten zur Bekleidungsprivatisierung in der Sächsischen Polizei zurückgehalten? Seit Monaten wird das so “großartige Gutachten“ des Ressorts vor den Gewerkschaften und der Öffentlichkeit zurückgehalten. Wenn es denn so ist und dieses Gutachten nicht nach gut Dünken und Vorgabe des Innenministeriums erfolgt ist, so stellt sich die Frage, was gibt es an dem Gutachten da zu verheimlichen?
Artikel DNN
AFP, 24.09.2010 Grüne verurteilen Wurf-Attacke auf Trittin Hannover — Die Grünen haben die Wurf-Attacke auf Bundestags-Fraktionschef Jürgen Trittin scharf kritisiert. Ein Fraktionssprecher rügte nach dem Vorfall bei einer Podiumsdiskussion am Vorabend insbesondere die “wirren” Rechtfertigungsversuche von Trittins Gesprächspartnerin auf der Bühne, der Anti-Atom-Aktivistin Hanna Poddig.
Dresdner Morgenpost
