Das Innenministerium hat die Bundeswehr für Gorleben angefordert. Es gehe nur um logistische Unterstützung. Atomgegner warnen vor einer Eskalation.

Atomkraftgegner befürchten, dass bei den Demonstrationen gegen den bevorstehenden Castortransport nach Gorleben auch die Bundeswehr eingesetzt wird. Die Bundesregierung hat in einer Antwort auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Christian Ströbele entsprechende „Amtshilfe“ bestätigt. Während das Innenministerium in Berlin nun von einer rein logistischen Unterstützung durch die Bundeswehr spricht, warnen Bürgerinitiativen und die Linke vor einer Eskalation des Gorleben-Konflikts.

Ströbele hatte nach der Beteiligung von Bundesbehörden an der Vorbereitung und Absicherung des Castortransportes gefragt, der am übernächsten Wochenende im Kreis Lüchow-Dannenberg eintreffen soll. Unter anderem wollte der Grünen-Politiker wissen, ob in Gorleben „nach den schlechten Erfahrungen beim G-8-Gipfel in Heiligendamm insbesondere auf den rechtlich fragwürdigen Einsatz von Recce-Tornado-Aufklärern (…) sowie auf Fertigung personenbeziehbarer Film-/Fotoaufnahmen durch diese Flugzeuge“ verzichtet werde. Im Juni 2007 hatten Tornados mehrfach Camps von Gipfelgegnern überflogen und Demonstranten gefilmt.

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