
Taser im Streifendienst – Chance oderRisiko?
Im Innenausschuss des Sächsischen Landtags hat die DPolG Sachsen zur möglichen Einführung von Distanz-Elektroimpulsgeräten Stellung genommen.
Der Hintergrund:
Im polizeilichen Einsatz entsteht häufig eine taktische Lücke.
Zwischen körperlicher Gewalt und Schusswaffe.
Der Taser kann helfen, genau diese Lücke zu schließen.
Er ermöglicht es, eine Person kurzfristig handlungsunfähig zu machen, um einen sicheren Zugriff und eine Fixierung zu ermöglichen.
Wichtig ist dabei:
Der Taser ist kein Ersatz für dieSchusswaffe.
Er soll gerade helfen, Situationen unterhalb dieser Eskalationsstufe zu kontrollieren. Deshalb fordert die DPolGSachsen:
Einordnung als Hilfsmittel der körperlichen Gewalt
Denn Ziel ist Kontrolle – nicht Eskalation.
Ein neues Einsatzmittel darf nur eingeführt werden,wennauchdieAusbildung vollständig gewährleistet ist.
Die Ausbildung am Taser darf nicht zulasten anderer einsatzrelevanter Trainings gehen, wie zum Beispiel:
- Schießtraining
- Einsatzmehrzweckstock
- Zugriffstechniken
- taktische Einsatztrainings
Denn am Ende geht es um zwei Dinge:
- Sicherheit der Einsatzkräfte
- -Sicherheit der Bevölkerung
Der Taser ist kein Allheilmittel – aber er kann helfen, Situationen zu kontrollieren, ohne dass geschossen werden muss.
Wie seht ihr das?
BrauchtdiePolizeieinEinsatzmittel zwischen Zugriff undSchusswaffe?
OdersolltederFokusstärker auf Ausbildungund Training liegen?



